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Die Duale Ausbildung im Friseurhandwerk ist in den letzten Jahren immer wieder Angriffen ausgesetzt. Angebote von Privatschulen und branchenabhängige Lehrgänge werden als bessere oder gleichwertige Ausbildungsmöglichkeiten angepriesen. Mit großem Eifer werden von einzelnen Konzernen der Beautybranche Ausbildungslehrgänge, auch Meisterausbildungskurse, mit einem Paukenschlag propagiert. Ob diese Angebote aber regelkonforme Ausbildungen im Sinne von Handwerksordnung oder Berufsbildungsgesetz sind spielt dabei, wie es scheint, keine bedeutende Rolle. Eigeninteressen und wirtschaftliches Kalkül stehen an erster Stelle. Was passiert, wenn zum Beispiel eine Privatschule, wie vor zwei Jahren geschehen, Insolvenz anmeldet, die sich bisher nur um die eigene Achse drehte, konnte jeder sehen. Schülerinnen und Schüler stehen plötzlich auf der Straße und werden allein gelassen.

Die innungsgeführten Ausbildungsbetriebe arbeiten anders. Auszubildende werden in der klassischen dualen Ausbildung, wie sie der Gesetzgeber in Deutschland mit Wirtschaft, Gewerkschaften und Schulen seit Jahrzehnten ins Werk setzt, auch von Kolleginnen und Kollegen aufgefangen, sollten Innungsbetriebe in eine missliche wirtschaftliche Situation gelangen. Denn die Gewerke empfinden sich auch als Verantwortungsgemeinschaft, nicht nur als Konkurrenz.

„Man muss nicht jedes Jahr eine neue Sau durchs Dorf jagen“, so Martin Jetter unverblümt. Er ist seit Oktober 2016 Vorsitzender des Ausschusses für Berufliche Bildung im Fachverband Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg.“ Ich glaube, dass die ständige Kritik von interessierter Seite an der beruflichen Ausbildung im Friseurhandwerk unserer Branche insgesamt nicht hilft sondern in der Öffentlichkeit eher einen negativen Eindruck hinterlässt. Es gibt für mich nur eine richtige und  vollumfassende Ausbildung im Friseurhandwerk, die duale Ausbildung im klassischen Sinne, “ so Jetter aus Radolfzell.

Es gibt genügend Möglichkeiten innerhalb der Berufsschule, des Betriebes und der überbetrieblichen Ausbildungsstätte Akzente und Schwerpunkte zu setzen, um den Fähigkeiten der Auszubildenden und Ihren Neigungen gerecht werden zu können.

„Wir führen schon lange einen offenen Diskurs mit unseren Partnern in den Berufsschulen, den Pürfungsausschussmitgliedern und Betrieben. Die Anforderungen und Inhalte werden beständig dem Wandel der Branche angepasst. Für manches benötigt man eben einen langen Atem“, meint Jetter. Der Fachverband, seine Innungen und Innungsmitglieder sind dabei nach wie vor die Garanten für eine weitreichende gesellschaftliche Absicherung einer ordentlichen und gediegenen Ausbildung. Es gibt keine Alternative.

Die Friseur-Akademie Baden-Württemberg, welche vom Fachverband Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg gegründet wurde, genießt einen exzellenten Ruf als Kaderschmiede für den Friseurnachwuchs. Die im Januar 2017 begonnen Vorbereitungskurse zur Erlangung des Meisterbriefes sind voll belegt. Ein neues Bildungsprogramm wird in den nächsten Wochen aufgelegt. Das Weiterbildungsangebot richtet sich auch an Auszubildende und entspricht den Zielen des Fachverbandes und seinen Innungen, die Qualität der Ausbildung im Land zu festigen und zu verbessern.

„Werden Sie Innungsmitglied und stellen Sie sich der gesellschaftlichen Verantwortung. Nur so können wir für unser Friseurhandwerk die Zukunft nachhaltig gestalten, “ so Jetter überzeugt.


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